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Was kostet eine Renovierung? Top 10 Expertentipps und Kostenüberblick 2025

Eine Renovierung kann schnell teuer werden - oder bei kluger Planung deutlich günstiger ausfallen. Die Kostenbandbreite reicht von wenigen hundert Euro für einfache Schönheitsreparaturen bis zu mehreren zehntausend Euro für umfassende Renovierungsarbeiten.

Aktuelle Renovierungskosten 2025 - Realistische Richtwerte

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Für umfangreiche Renovierungsarbeiten sollten Sie mindestens 500 €/m² einplanen. Bei Eigenleistung können die Kosten um rund 30% reduziert werden - damit liegen sie zwischen 400-800 Euro/m² Wohnfläche.

Kostenbereiche nach Renovierungsumfang:

  • Einfache Renovierung: 200-400 €/m² (Malerarbeiten, neue Bodenbeläge)
  • Mittlere Renovierung: 500-800 €/m² (inklusive Bad- oder Küchenrenovierung)
  • Umfassende Renovierung: 800-1.200 €/m² (komplette Raumgestaltung)

Einzelne Renovierungsarbeiten - Was kostet was?

Bodenbeläge:

  • Laminat verlegen: 25-35 €/m² (Fachbetrieb) vs. 8-15 €/m² (Eigenleistung)
  • Parkett verlegen: 40-80 €/m² je nach Qualität
  • Fliesen verlegen: 40-80 €/m² vs. 15-25 €/m² bei Selbstverlegung

Malerarbeiten:

  • Malerarbeiten: 15-25 €/m² (Fachbetrieb) vs. 3-8 €/m² (Eigenleistung)
  • Tapezieren: 20-35 €/m² inklusive Material

Badezimmer:

  • Badsanierung komplett: 8.000-25.000 € je nach Ausstattung
  • Neue Armaturen: 200-800 € pro Stück
  • Fliesenerneuerung: 35-60 €/m²

Küche:

  • Küchenfronten erneuern: 2.000-8.000 €
  • Komplette Küchenrenovierung: 8.000-20.000 €

Top 10 Expertentipps für kostenbewusste Renovierung

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1. Detaillierte Planung als Kostenschutz

Das A und O einer erfolgreichen Renovierung ist eine sorgfältige Planung. Eine Liste aller anliegenden Arbeiten hilft, die Kosten im Überblick zu behalten und realistisch zu kalkulieren. Planen Sie 10-20% Kostenpuffer für unvorhergesehene Ausgaben ein.

2. Mehrere Angebote einholen und vergleichen

Holen Sie mehrere Angebote von verschiedenen Handwerksfirmen und vergleichen Sie diese. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern vergleichen Sie auch Kompetenzen und Referenzen.

3. Eigenleistung strategisch einsetzen

Alle Arbeiten, die Sie selbst durchführen können, sparen bares Geld. Diese so genannten Eigenleistungen dürfen von Ihnen selbst, aber auch Freunden und Bekannten erbracht werden. Beschränken Sie sich jedoch auf einfache Tätigkeiten wie Malerarbeiten oder Bodenverlegung.

4. Werkzeug mieten statt kaufen

Mieten Sie notwendiges Werkzeug: Einmalig für die Renovierung Werkzeug anzuschaffen, ist oft teuer und auch unnötig. Fragen Sie bei Bekannten nach oder nutzen Sie Baumärkte mit Verleihservice.

5. Ausverkäufe und Aktionen nutzen

Wer Ausverkäufe und Aktionen abwartet, kann deutlich profitieren. Besonders bei Fliesen, Sanitärausstattung und Küchenfronten sind erhebliche Einsparungen möglich.

6. Qualität und Langlebigkeit berücksichtigen

Entscheiden Sie aber nicht nur nach dem Preisschild. Qualität hat oft eine längere Lebensdauer und ist dadurch unterm Strich günstiger. Investieren Sie in hochwertige Materialien für stark beanspruchte Bereiche.

7. Renovierung statt Sanierung prüfen

Zunächst einmal ist es wichtig, den Unterschied zwischen einer Renovierung und einer Sanierung zu kennen. Eine Renovierung ist daher in der Regel weniger umfangreich und damit auch kostengünstiger als eine Sanierung.

8. Reihenfolge der Gewerke beachten

Beginnen Sie mit strukturellen Arbeiten, dann Elektrik und Sanitär, anschließend Putz- und Malerarbeiten. Diese Reihenfolge verhindert doppelte Arbeit und Mehrkosten.

9. Fachbetriebe für kritische Arbeiten

Bei vielerlei Renovierungsmaßnahmen möchten ambitionierte Heimwerker auf ausgebildete Fachkräfte verzichten. Unterlaufen dann Fehler bei der Sanierung, entstehen hohe Ausgaben. Komplexe Arbeiten wie Elektrik gehören in Profihand.

10. Versteckte Kosten einkalkulieren

Versteckte Kosten wie Elektroarbeiten oder das Verlegen neuer Rohre können schnell die Rechnung in die Höhe treiben. Kalkulieren Sie bei älteren Häusern zusätzliche Kosten für Überraschungen.

Kostensenkung durch staatliche Förderung

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Aktuelle Förderprogramme 2025:

KfW-Programme:

  • KfW 261/262: Bis zu 150.000 € Kredit für energetische Sanierung
  • KfW-Ergänzungskredit bis 120.000 € bei BAFA-Zuschuss

BAFA-Förderung:

  • Grundförderung beim Heizungsaustausch liegt bei 30%. Ist der Austausch bis 2028 abgeschlossen, gibt es nochmals 20% Bonus
  • Bis zu 45% Zuschuss für energetische Maßnahmen

Regionale Programme in NRW:

  • progres.nrw: Zusätzliche Landesförderung für Energiesparmaßnahmen
  • Wohnraumförderung NRW für Modernisierungsmaßnahmen

Steuerliche Absetzbarkeit von Renovierungskosten

Bei der eigenen Wohnung können Sie nur teilweise die Renovierungskosten absetzen, nämlich 20 Prozent des Arbeitslohns. Dabei dürfen sich maximal 1.200 Euro pro Jahr und Familie summieren.

Bei vermieteten Immobilien sind alle Renovierungskosten als Werbungskosten absetzbar.

Kostenfallen vermeiden - Häufige Fehler

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Die größten Kostentreiber:

  1. Unvollständige Planung: Fehlende Kostenposten führen zu Budgetüberschreitungen
  2. Zu ehrgeizige Eigenleistung: Viele Selbermacher neigen dazu, sich beim Sanieren oder Renovieren zu überschätzen: ihre handwerklichen Fähigkeiten, ihr Arbeitstempo
  3. Falsche Materialwahl: Zu billige Materialien führen zu häufigeren Erneuerungen
  4. Fehlende Rücklagen: Unvorhergesehene Probleme ohne Finanzpolster

Wann ist eine professionelle Beratung sinnvoll?

Es kann sich lohnen, einen Bausachverständigen zu kontaktieren und ein Gutachten über das Haus sowie einen Sanierungsplan erstellen zu lassen. Dies gilt besonders bei:

  • Altbauten mit unklarem Zustand
  • Umfangreichen Renovierungsprojekten über 20.000 €
  • Verdacht auf versteckte Mängel

Fazit: Realistische Kostenkalkulation ist entscheidend

Die Kosten einer Renovierung variieren stark je nach Umfang und gewünschter Qualität. Plane mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises ein und konsultiere eine:n Gutachter:in für eine realistische Einschätzung.